Die Chronik von Wobbenbüll

Informationen rund um die Chroniken und die Archivarbeit der Gemeinde Wobbenbüll bekommen Sie von der Chronistin Tatjana Hetzel.

 

Erschienen in bisher drei Bänden:

Band 1             Wobbenbüller Bilderbogen

Band 2             Nordstrander Damm und Wobbenbüller Schacht

Band 3             Geschichte des Dorfes und der Höfe

 

Im Juni 1985 beschloss die Gemeindevertretung von Wobbenbüll, Arbeiten an einer Ortschronik finanziell zu fördern. Schon drei Jahre später, im Oktober 1988, konnte der Gemeinde der 1. Band vorgestellt werden. Auf 69 Seiten werden alte, interessante Fotos gezeigt und beschrieben, wie es früher im Dorf zuging. Von allem ist etwas dabei.

 

Band 1



 

 

 

 

Der 1. Band reißt Themen an, die später in den weiteren Bänden noch stärker ausgearbeitet werden. Die Fotos sind jedoch der Hauptbestandteil dieses Bandes und verlocken die Leser zum Erinnerungsaustausch.

Das Titelbild zeigt den Ibenshof nach einer Tempera-Kreide Zeichnung des Malers J.L. Wensel aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Der Vorsatz gibt die Bebauung und Parzellierung des Dorfes von 1871 wider.

Autoren: Rolf Appelles, Horst Kern, Holger Sethe

Leider ist dieser Band schon vergriffen.

Band 2



Der 2. Band  erschien 1993 und beschäftigt sich auf 143 Seiten mit dem Nordstrander Damm, der Nabelschnur der Insel, und dem Wobbenbüller Schacht, zwei ursächlich voneinander abhängige Großprojekte, die schon lange vor ihrer Entstehung 1933 und auch noch lange danach von sich reden machten.

Über 3 Kilometer ist der Nordstrander Damm. Man fährt über ehemaliges Watt und kann den neusten Koog, den Beltringharder Koog dabei gut überblicken, das Meer zur anderen Seite. Der für den Damm benötigte Sand stammt aus Wobbenbüll, wo die riesige Sandentnahmestelle, der Schacht sein Eigenleben entwickelt hat.

So beschäftigt sich also der erste Teil des Bandes mit der Entstehungsgeschichte des Dammes, angefangen mit den ersten Überlegungen, die schon mehr als 400 Jahre zurückliegen, und der des Schachtes. Im zweiten Teil wird beschrieben, mit welchen Belastungen sich die ersten acht Siedler den Schacht urbar machten und bewohnten. Es wird aber auch auf besondere Ereignisse der Zeit, wie zum Beispiel die Schneekatastrophe wie auch auf die aktuelle Situation eingegangen. Menschen kommen und gehen im Schacht.

Viele Fotos ergänzen den Text aber auch eine Reihe von Karten, Diagrammen und Zeichnungen erleichtern das Verständnis.

Das Titelbild zeigt Nordstrand und den Damm nach einer Skizze des Wasserbauamtes Husum von 1932.

Im vorderen Vorsatz ist Nordstrand von 1634 bis 1938 zu sehen, im hinteren Vorsatz die Bodenentnahmestelle, der Schacht, im Aufriss, alle drei nachgezeichnet von Appelles.

Autoren: Rolf Appelles, Horst Kern, Holger Sethe

Leider ist auch dieser Band schon vergriffen.

Band 3



Der 3. Band und bisher letzte Band wurde der Öffentlichkeit zu Weihnachten 2003 präsentiert. Auf 214 Seiten wird nun die Geschichte der Besiedlung Wobbenbülls aufgearbeitet.

Teil 1 geht kurz auf die Vorgeschichte ein, während Teil 2 sich detailliert mit jedem einzelnen Hof auseinandersetzt und zwar zurück bis zu den ersten Steuerzahlern von 1438. Jeder Hof wird durch offizielle Findnummern, Grundrisskizze und Fotos eingeführt. Es folgt dann die Tabelle der Hofbesitzer bzw. –bewohner mit Bezugsdaten und erläuterndem oder erzählendem Text direkt daneben. Gelegentlich sind Fotos von Quelltexten angefügt.

Besondere Höfe wie z.B. der Ibenshof, die Schule, der Krug oder andere werden länger ausgeführt als die anderen und besonders im Inhaltsverzeichnis vermerkt.

Am Anfang des 2. Teiles wird sehr genau erklärt, woher die Quellen stammen, wie man sie sich erschließen kann und wie die Höfe-Chronologie zu verstehen ist. Darunter sind auch ein Plan des Hattstedter Kirchhofes und Erläuterungen zur Quellforschung vor Ort.

Teil 3 schließlich erzählt aus dem Dorfleben damals und heute.

Das Titelbild zeigt das Anwesen des „Hilligen Hans Peter“, gemalt von Julius Grelsdorf im Jahre 1883.

Der vordere Vorsatz zeigt das heutige Wobbenbüll, der hintere Vorsatz eine Karte der Exklave Wobbenbüllfeld von 1773.

Autoren: Rolf Appelles, Tatjana Hetzel, Horst Kern

Dieser Band ist bei uns noch für 24,50 Euro erhältlich. 

Wir schicken ihn auch gerne zu, schreiben Sie uns oder rufen Sie einfach an.  Tel.: 04846 - 16 67

Band 4 ....

Es gibt noch vielerlei aufzuarbeiten und viel Interessantes, das es wert wäre, schriftlich festgehalten zu werden, sei es die Zeit zwischen 1933 und 1945, sei es die interessante, sich ständig ändernde Topographie des Ortes oder auch die Biographien berühmter oder wichtiger Wobbenbüller Bürger von einst und jetzt.

 

Das Schöne an Chroniken und an Geschichte überhaupt ist, dass man nie sagen kann: „Ich bin fertig!“

T.H.

 

In Gedenken an Horst Kern

Am 19. Oktober 2007 starb Horst Kern. Horst war über 20 Jahre unser Dorfchronist. Er hat unsere Chroniken mit erarbeitet und

durch seine Vorträge dazu beigetragen, allen Bewohnern die Geschichte Wobbenbülls näher zu bringen.

In seinen Bildbänden hielt er jede Veränderung im Dorf für die Nachwelt fest. Besonders seine Fotos von Wobbenbüllern zeigen,

dass Horst bei allen beliebt und willkommen war. In seiner unnachahmlichen Art fand er Zugang zu jedem im Dorf.

Wir werden die gute Zusammenarbeit mit Horst sehr vermissen und ihn stets in dankbarer Erinnerung behalten.

für die Gemeinde Wobbenbüll
Reiner Hetzel, Bürgermeister