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Das Wobbenbüller Bürgerhuus
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Der Zeitgeist hat auch vor unserer kleinen Gemeinde Wobbenbüll nicht halt gemacht: Die Schmiede, der Höker, die Post, die Schule und die Gaststätte wurden im Laufe der Zeit geschlossen.
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Um wieder ein Kommunikationszentrum in der Gemeinde zu schaffen, wurde beschlossen, ein Dorfhaus zu bauen. Ein Haus für örtliche Vereine, Gemeinde- vertretersitzungen, Ausschüsse, Wahlen und private Feste. Alle Wobbenbüller Bürgerinnen und Bürger sollten ihren Nutzen aus einem Gemeindehaus ziehen.
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Die Kosten des Dorfhauses am Borgerweg sollten sich insgesamt auf rund 468.000 DM belaufen, wobei 50 Prozent Zuschuss vom Land bzw. von der Europäischen Union erwartet wurden. Somit blieben der Gemeinde Wobbenbüll Kosten von rund 234.000 DM.
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Durch das Engagement und die Tatkräftigkeit der Wobbenbüller Bürgerinnen und Bürger sollten weitere 50.000 DM eingespart werden.
Mit diesen vielversprechenden Aussichten kam es dann dazu, dass in der Gemeindevertretersitzung vom 10. Februar im Jahre 1997 alle Ausschüsse ihre Zustimmung zum Bau eines Dorfhauses gaben und somit der Verwirklichung nichts mehr im Wege stand.
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Am 14. Juli 1997 um 7:00 Uhr war es dann soweit: Der erste Spatenstich wurde getan. Genau eine Woche später wurde der Boden gegossen. Etwas später mauerte Bürgermeister Kurt Schaer in die Südwand des Rohbaus eine Dokumentenrolle ein. Tag für Tag versammelten sich Wobbenbüller Bürgerinnen und Bürger auf dem Baugelände, um den Bau „ihres“ Dorfhauses voranzutreiben. So ist es kaum verwunderlich, dass bereits 14 Tage nach dem ersten Spatenstich die Grundmauern standen und die Decke gegossen werden konnte.
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Am 28. August 1997 wurde Richtfest des neuen Dorfhauses gefeiert. Viele Menschen strömten herbei, um sich mit den Wobbenbüllern zu freuen. Nur das Wetter spielte nicht so recht mit, es goss in Strömen, aber selbst das konnte die Stimmung der Gemeinde nicht mehr trüben.
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In der folgenden Gemeindevertretersitzung beschäftigte man sich mit der Namensgebung des neuen Treffpunktes. Nach innigen Diskussionen einigten sich die Gemeindevertreter auf den Namen „Bürgerhuus“. Am 21. Oktober war das Äußere des Bürgerhuus fertig und man begann damit, die Innenwände zu verputzen und das Dachgeschoss auszubauen, bevor im November die Außenanlage in Angriff genommen wurde.
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Nach knapp zehnmonatiger Bauphase war es dann endlich soweit: Das Wobbenbüller Bürgerhuus war fertig! Am Donnerstag, dem 7. Mai 1998 wurde es offiziell eingeweiht. 60 Bürger der Gemeinde hatten bewiesen, dass sie zupacken können, denn von den Elektroarbeiten bis hin zu den Tischler-, Fliesen- und Malerarbeiten wurde alles in Eigenleistung erstellt. Insgesamt 2.500 Arbeitsstunden wurden von Wobbenbüllen in das neue Haus investiert. Und noch eine erfreuliche Nachricht: Der Zuschuss von der EU und dem Land belief sich schließlich auf 70 Prozent der Kosten.
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Das Bürgerhuus umfasst eine Fläche von rund 220 Quadratmetern mit Jugendraum, einem Saal für 70 Personen, einer Küche und einem Lagerraum, Sanitäranlagen, Werkstatt sowie Chronik- und Bürgermeisterzimmer.
Heute finden im Bürgerhuus nicht nur politische Sitzungen statt, sondern auch zahlreiche Tanz- und Spielnachmittage, bei denen sich die Wobbenbüller treffen und einfach einmal klönen können. Auch die Wobbenbüller Jugend mittlerweile regelmäßig im Bürgerhuus ein.
Horst Kern, Jan-Christoph Hetzel
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